Maria Dodd vom SV 1860 Minden kehrte mit einer Bronzemedaille von den Deutschen Meisterschaften Ü30 im Judo zurück. Beim Saisonhöhepunkt am 4. Juli in Bochum erreichte sie in der Altersklasse F1 bis 78 kg den dritten Platz und durfte sich über Edelmetall auf nationaler Ebene freuen.
Die Deutschen Meisterschaften bildeten den Abschluss einer langen Wettkampfsaison, in der sich Dodd gezielt auf diesen Höhepunkt vorbereitet hatte. Der Lohn für ihren Einsatz war ein Platz auf dem Siegerpodest.
Für Maria Dodd steht dabei nicht allein das sportliche Ergebnis im Vordergrund. Als Trainerin des SV 1860 Minden ist es ihr wichtig, den Nachwuchs zu motivieren und mit gutem Beispiel voranzugehen. Durch ihre eigene Wettkampfteilnahme möchte sie zeigen, dass sich Engagement, Disziplin und Freude am Judosport in jedem Alter auszahlen.
Am vergangenen Wochenende trafen sich die qualifizierten Nachwuchsjudoka der Kreise Herford, Bielefeld-Gütersloh und Paderborn in Bielefeld-Altenhagen zur Bezirkseinzelmeisterschaft der U13. Rund 80 Athletinnen und Athleten kämpften in jeweils zehn Gewichtsklassen um die begehrten Startplätze für die Westfalenmeisterschaft am 14. Juni in Witten. Diese stellt die höchste Meisterschaftsebene der Altersklasse U13 dar.
Für den SV 1860 Minden gingen drei Judoka an den Start, von denen alle drei das große Ziel der Qualifikation erreichten.
In der Gewichtsklasse bis 31 Kilogramm zeigte Thorik-Willem Meyer eine engagierte Leistung. Nach einem Sieg und einer Niederlage musste er sich aufgrund des Wettkampfmodus mit dem fünften Platz zufriedengeben. Diese Platzierung reichte jedoch für die Qualifikation zur Westfalenmeisterschaft.
Jonathan Dodt hatte in der Klasse bis 34 Kilogramm einen schweren Start. Gleich im ersten Kampf traf er auf den späteren Bezirksmeister und musste eine Niederlage hinnehmen. Anschließend bewies er jedoch große Moral, kämpfte sich zurück und sicherte sich mit starken Leistungen einen hervorragenden dritten Platz.
Erfolgreich verlief das Turnier auch für Till Simeonsmeier. In der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm zog er ins Finale ein. Erst dort wurde er gestoppt, sodass er sich über den zweiten Platz freuen durfte.
Damit erfüllten alle drei Mindener Judoka die von den Trainern ausgegebene Zielsetzung und lösten jeweils das Ticket für die Westfalenmeisterschaft. In den kommenden zwei Wochen gilt es nun, den Feinschliff für das Saisonhighlight in Witten vorzunehmen.
Mit rund 1.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland und den Niederlanden gehört der Tiger Cup in Visbek zu den größten Judoturnieren Norddeutschlands. Für den SV 1860 Minden gingen am Wochenende sieben Athleten und ein Kämpfer des TV Hille aus der Wettkampfgruppe an den Start – und die zeigten gegen starke Konkurrenz nicht nur gute Ergebnisse, sondern vor allem viele kämpferisch starke Auftritte.
Der Samstag begann mit der U10. In gewichtsnahen Pools im Modus „Jeder gegen Jeden“ kämpfte Raik Sachse vom TV Hille mutig und konzentriert. Gerade bei den jüngsten Judoka geht es oft darum, erste Erfahrungen auf großen Turnieren zu sammeln und sich an die besondere Atmosphäre zu gewöhnen. Raik meisterte diese Aufgabe stark und durfte sich am Ende über die Bronzemedaille freuen.
Danach wurde es in der U13 deutlich anspruchsvoller. Thorik Meyer (-30 kg) und Jonathan Dodt (-33 kg) mussten sich jeweils in starken Gruppen im Doppel-K.o.-System behaupten. Thorik startete erstmals in seiner neuen Gewichtsklasse und merkte schnell, dass dort andere körperliche Voraussetzungen herrschen. Nach zwei Niederlagen war das Turnier für ihn früh beendet – entsprechend unzufrieden verließ er die Matte, auch wenn solche Erfahrungen ein wichtiger Teil der sportlichen Entwicklung sind.
Einen starken Wettkampftag erwischte dagegen Jonathan Dodt. Seinen ersten Kampf gewann er souverän, ehe er in Runde zwei auf einen späteren Bronzemedaillengewinner traf und sich geschlagen geben musste. In der Trostrunde zeigte Jonathan dann eindrucksvoll seine Qualität und vor allem seine mentale Stärke. Mit sehenswertem Judo besiegte er nacheinander einen Niederländer sowie Kaderathleten aus Hamburg und Hannover und kämpfte sich damit bis kurz vor den Bronzekampf zurück. Erst dort wurde er vom späteren zweiten Bronzemedaillengewinner gestoppt. Platz sieben bei einem derart hochklassig besetzten Turnier gegen 29 Gegner war am Ende dennoch ein Ausrufezeichen.
Am späten Nachmittag ging noch Dušan Blagojevic in der U18 bis 81 Kilogramm auf die Matte. Auch wenn er sich trotz guter Ansätze und offensiver Aktionen in beiden Kämpfen nicht durchsetzen konnte, sammelte er wertvolle Erfahrung gegen starke Gegner.
Der zweite Wettkampftag begann mit der U15. Phillip Meister stand dabei zum allerersten Mal überhaupt auf einer Wettkampfmatte. In der Klasse bis 40 Kilogramm musste er zwar zwei Niederlagen hinnehmen, zeigte aber großen Einsatz und konnte wichtige Eindrücke für kommende Turniere mitnehmen.
Am Mittag folgten die Männer und Frauen – und dort konnten die Mindener noch einmal starke Ergebnisse feiern. Matthias Meyer (-100 kg) erreichte nach einem Sieg und zwei Niederlagen den siebten Platz. Besonders stark präsentierte sich Nikita Abermet in der Klasse bis 81 Kilogramm mit 32 Teilnehmern. Mit mehreren überzeugenden Kämpfen marschierte er bis ins Halbfinale, wo er sich nur knapp geschlagen geben musste. Auch der anschließende Kampf um Bronze ging denkbar knapp verloren. Die Enttäuschung über Platz fünf war entsprechend groß, gleichzeitig bestätigte der Auftritt aber seine starke Form auf hohem Niveau.
Für einen versöhnlichen Abschluss sorgten schließlich Martin Dodd und Sami Yusufi mit zwei Bronzemedaillen. Martin Dodd (+100 kg) kämpfte sich nach einer Niederlage in Runde zwei mit großem Willen souverän durch die Trostrunde und belohnte sich verdient mit Platz drei. Sami Yusufi (-60 kg) zeigte ebenfalls einen starken Wettkampf, erreichte das Halbfinale und musste sich dort nur dem späteren Turniersieger geschlagen geben. Im Kampf um Bronze ließ er anschließend nichts mehr anbrennen und sicherte dem SV 1860 Minden die zweite Medaille des Tages.
Herne – Bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften (WDEM) der Männer und Frauen, die am 26. April 2026 in Herne stattfanden, trafen die besten Judoka aus Westfalen und Nordrhein aufeinander. Das hochklassige Teilnehmerfeld wurde durch zusätzlich gesetzte Athletinnen und Athleten der Landestrainer ergänzt. Für den SV 1860 Minden gingen Maria Dodd (bis 78 kg) und Nikita Abermet (bis 90 kg) an den Start.
Maria Dodd hatte in ihrer Auftaktbegegnung ein schweres Los: Sie traf auf eine der gesetzten Kämpferinnen, die sich im weiteren Turnierverlauf den Titel der Westdeutschen Meisterin sichern sollte. Zwar gelang es der Mindenerin zunächst, den ersten Angriff ihrer Gegnerin abzuwehren, doch beim zweiten Ansatz fand diese die entscheidende Lücke und gewann vorzeitig.
In der anschließenden Trostrunde zeigte Dodd jedoch ihre Stärke im Bodenkampf. Gegen die amtierende Westfalenmeisterin konnte sie ihren zweiten Kampf für sich entscheiden und sich somit die Chance auf den Einzug in den Kampf um Bronze erarbeiten. Im entscheidenden Duell traf sie auf eine Kämpferin aus Köln, die mit einem sehr dominanten Kampfstil agierte. Trotz guter Ansätze und Möglichkeiten, den Kampf erneut auf den Boden zu verlagern, gelang es Dodd nicht, ihre Stärken entscheidend einzusetzen. Am Ende musste sie sich geschlagen geben und belegte einen insgesamt unbefriedigenden siebten Platz auf Landesebene.
Auch Nikita Abermet hatte es in der Gewichtsklasse bis 90 kg mit starken Gegnern zu tun. Im ersten Kampf unterlag er einem gesetzten Gegner, der später ebenfalls eine Medaille erringen konnte. Im zweiten Kampf zeigte Abermet jedoch eine starke Leistung und überzeugte mit variantenreichem Judo. Besonders bemerkenswert: Gegen diesen Gegner hatte er bei der WDEM der U21 noch verloren – dieses Mal konnte er den Spieß umdrehen.
Im dritten Kampf ging es für ihn um den weiteren Turnierverlauf. Hier ließ er sich jedoch zu sehr auf den Kampfstil seines Gegners ein, anstatt seine eigene Linie durchzusetzen. Kurz vor Schluss geriet er mit einer Yuko-Wertung in Rückstand und kassierte rund 20 Sekunden vor Kampfende sein drittes Shido, was die Niederlage besiegelte. Da er aufgrund der Kampfauslosung in der Trostrunde weit hinten gestartet war, blieb ihm eine Platzierung leider verwehrt.
Trotz des Ausbleibens von Medaillen konnten beide Athleten wertvolle Erfahrungen auf höchstem Landesniveau sammeln, die für ihre weitere sportliche Entwicklung von großer Bedeutung sein dürften.
Nach der Umstrukturierung des Prüfungswesens im Judo wurde erstmals die Modulprüfung im Bereich Kata durchgeführt. Ausrichter für diesen ersten Schritt zur Meisterprüfung zum 1. Dan war der SV 1860 Minden. Nach einem mehrwöchigen Lehrgang, in dem von Januar bis Ende April speziell das Thema Kata trainiert wurde, stand zum Abschluss die Prüfung auf dem Programm. Die Dozenten für diesen speziellen Lehrgang hatten sich im vergangenen Jahr bei diversen Fortbildungslehrgängen auf Landesebene qualifiziert.
Gleich zehn Anwärter aus dem Bezirk Detmold stellten sich den kritischen Augen der beiden Prüfer. Ziel war der erfolgreiche Abschluss eines von vier erforderlichen Modulen. Nach einem intensiven Training, das körperlich und mental anspruchsvoll war, haben alle Prüfungsteilnehmer die Prüfung bestanden. Parallel dazu waren auch zwei Judokas bei der Prüfung zum ersten Kyu (Brau-Gurt) erfolgreich. Sie absolvieren in reduzierter Form eine ähnliche Schulung wie die Dan-Anwärter.