Knappe Mannschaftskämpfe, große Spannung und am Ende ein Platz auf dem Podest: Die Kreisauswahl Herford hat beim Westfalen-Cup der U13 am Sonntag, 4. Oktober, einen starken dritten Platz erkämpft. Mit dabei waren gleich sechs Nachwuchskämpfer aus Minden, die entscheidend zum Erfolg der Mannschaft beitrugen.
Der Westfalen-Cup ist eines der besonderen Highlights im Nachwuchsbereich des Judosports. Bei dem Auswahlturnier treffen die besten Nachwuchskämpferinnen und Nachwuchskämpfer der einzelnen Kreise Westfalens aufeinander. In diesem Jahr gingen neun Kreisauswahlmannschaften an den Start. Gekämpft wurde im Mannschaftsmodus, wobei jeweils acht männliche und acht weibliche Kämpferinnen und Kämpfer nacheinander in den verschiedenen Gewichtsklassen antreten.
Für die Kreisauswahl Herford waren mit Thorik-Willem Meyer, Jonathan Dodt und Linus Clitas vom SV 1860 Minden sowie Tea Zundel, Lotte Peters und Anton Siebert von GWD Minden gleich sechs Judoka aus Minden nominiert. Betreut wurde die Mannschaft unter anderem von Maria Dodd vom SV 1860 Minden, die als Kreisauswahltrainerin mit an der Matte stand.
Bereits in der ersten Begegnung wartete mit der Kreisauswahl Bochum-Ennepe ein echter Prüfstein. Der Gegner hatte im Vorjahr den dritten Platz beim Westfalen-Cup belegt. Entsprechend eng entwickelte sich die Begegnung. In vielen Duellen wurde um jeden Punkt gekämpft und am Ende stand ein denkbar knappes, aber verdient erkämpftes 8:7 für Herford. Damit war der Einzug ins Halbfinale bereits perfekt.
Dort wartete mit dem Kreis Steinfurt eine der stärksten Mannschaften des Turniers. Steinfurt hatte seine beiden vorherigen Begegnungen jeweils deutlich gewonnen und ging entsprechend selbstbewusst in das Halbfinale. Die Herforder Trainer stellten ihre Mannschaft deshalb strategisch neu auf. Die taktischen Veränderungen gingen auf: In zahlreichen Begegnungen konnten sich die Herforder durchsetzen, wobei gerade die Mindener Judoka wichtige Punkte zum engen Verlauf beitrugen.
Am Ende reichte es dennoch nicht ganz. Nach zahlreichen spannenden Kämpfen musste sich die Kreisauswahl Herford mit 9:7 geschlagen geben. Damit blieb nur noch der Kampf um Bronze.
Gegen den Kreis Coesfeld sah es zunächst nicht gut aus. Doch die Herforder Mannschaft bewies erneut großen Kampfgeist und gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen. Gerade in der entscheidenden Phase sorgten Lotte Peters und Anton Siebert mit ihren Siegen noch einmal für wichtige Punkte und brachten die Mannschaft zurück ins Rennen um den Podestplatz. Am Ende war es erneut denkbar knapp: 8:6 für Herford.
Damit war die Überraschung perfekt: Bronze für die Kreisauswahl Herford beim Westfalen-Cup U13!
Die Freude bei den Trainern, Kämpferinnen und Kämpfern sowie den zahlreichen mitgereisten Eltern und Fans war entsprechend groß. Die Unterstützung von der Tribüne war über den gesamten Wettkampftag hinweg deutlich zu hören – so mancher Fan dürfte am Ende entsprechend heiser gewesen sein.
Auch die Trainer zeigten sich begeistert von der Leistung ihrer Mannschaft. Wann die Kreisauswahl Herford zuletzt bei dieser Maßnahme einen Podestplatz erkämpfen konnte, wusste am Ende niemand mehr genau. Umso größer war die Freude über den Erfolg und darüber, dass die Mannschaft sich gegen starke Konkurrenz bis zur Bronzemedaille durchkämpfte.
Mit insgesamt 14 Judoka war der SV 1860 Minden am 27. September bei der 3. Kreisliga in Bad Oeynhausen am Start. Die Mindener Mannschaft zeigte dabei starke Leistungen und konnte gleich acht erste Plätze erkämpfen.Für gleich vier Nachwuchsjudoka war der Wettkampftag dabei etwas ganz Besonderes: Linus Clitas, Ansanus Clitas sowie die Zwillinge Emina und Mara Fiedler standen zum allerersten Mal bei einem Judo-Wettkampf auf der Matte. Und der Einstand hätte kaum besser laufen können: Alle vier sicherten sich in ihren jeweiligen Gewichtsklassen den ersten Platz.
Ebenfalls den ersten Platz erkämpften sich Jonathan Dodt, Thorik Meyer, Dusan Blagojevic und Kira Abermet. Damit gingen gleich acht Goldmedaillen an den SV 1860 Minden. Auch Max Schakat, Ilinca Bunduchi, Hannes Gödecke, Anton Jahns, Leon Kleidt und Velizar Röhrig gingen für den SV 1860 Minden an den Start und zeigten gute Leistungen. Gerade für die jüngeren Judoka bot die Kreisliga eine tolle Gelegenheit, weitere Wettkampferfahrung zu sammeln.
Betreut wurde die Mindener Mannschaft vor Ort von Maria und Martin Dodd sowie Nikita Abermet. Nikita war dabei selbst erst am Vortag bei einem internationalen Turnier in Leverkusen auf der Matte und hatte dort einen starken 9. Platz erkämpft. Am Sonntag unterstützte er dann seine Vereinskameradinnen und -kameraden in Bad Oeynhausen.
Für den SV 1860 Minden war die 3. Kreisliga damit ein rundum erfolgreicher Wettkampftag: 14 Starter, acht erste Plätze und vier gelungene Wettkampfdebüts mit jeweils Gold.
Maria Dodd vom SV 1860 Minden kehrte mit einer Bronzemedaille von den Deutschen Meisterschaften Ü30 im Judo zurück. Beim Saisonhöhepunkt am 4. Juli in Bochum erreichte sie in der Altersklasse F1 bis 78 kg den dritten Platz und durfte sich über Edelmetall auf nationaler Ebene freuen.
Die Deutschen Meisterschaften bildeten den Abschluss einer langen Wettkampfsaison, in der sich Dodd gezielt auf diesen Höhepunkt vorbereitet hatte. Der Lohn für ihren Einsatz war ein Platz auf dem Siegerpodest.
Für Maria Dodd steht dabei nicht allein das sportliche Ergebnis im Vordergrund. Als Trainerin des SV 1860 Minden ist es ihr wichtig, den Nachwuchs zu motivieren und mit gutem Beispiel voranzugehen. Durch ihre eigene Wettkampfteilnahme möchte sie zeigen, dass sich Engagement, Disziplin und Freude am Judosport in jedem Alter auszahlen.
Am vergangenen Wochenende trafen sich die qualifizierten Nachwuchsjudoka der Kreise Herford, Bielefeld-Gütersloh und Paderborn in Bielefeld-Altenhagen zur Bezirkseinzelmeisterschaft der U13. Rund 80 Athletinnen und Athleten kämpften in jeweils zehn Gewichtsklassen um die begehrten Startplätze für die Westfalenmeisterschaft am 14. Juni in Witten. Diese stellt die höchste Meisterschaftsebene der Altersklasse U13 dar.
Für den SV 1860 Minden gingen drei Judoka an den Start, von denen alle drei das große Ziel der Qualifikation erreichten.
In der Gewichtsklasse bis 31 Kilogramm zeigte Thorik-Willem Meyer eine engagierte Leistung. Nach einem Sieg und einer Niederlage musste er sich aufgrund des Wettkampfmodus mit dem fünften Platz zufriedengeben. Diese Platzierung reichte jedoch für die Qualifikation zur Westfalenmeisterschaft.
Jonathan Dodt hatte in der Klasse bis 34 Kilogramm einen schweren Start. Gleich im ersten Kampf traf er auf den späteren Bezirksmeister und musste eine Niederlage hinnehmen. Anschließend bewies er jedoch große Moral, kämpfte sich zurück und sicherte sich mit starken Leistungen einen hervorragenden dritten Platz.
Erfolgreich verlief das Turnier auch für Till Simeonsmeier. In der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm zog er ins Finale ein. Erst dort wurde er gestoppt, sodass er sich über den zweiten Platz freuen durfte.
Damit erfüllten alle drei Mindener Judoka die von den Trainern ausgegebene Zielsetzung und lösten jeweils das Ticket für die Westfalenmeisterschaft. In den kommenden zwei Wochen gilt es nun, den Feinschliff für das Saisonhighlight in Witten vorzunehmen.
Mit rund 1.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland und den Niederlanden gehört der Tiger Cup in Visbek zu den größten Judoturnieren Norddeutschlands. Für den SV 1860 Minden gingen am Wochenende sieben Athleten und ein Kämpfer des TV Hille aus der Wettkampfgruppe an den Start – und die zeigten gegen starke Konkurrenz nicht nur gute Ergebnisse, sondern vor allem viele kämpferisch starke Auftritte.
Der Samstag begann mit der U10. In gewichtsnahen Pools im Modus „Jeder gegen Jeden“ kämpfte Raik Sachse vom TV Hille mutig und konzentriert. Gerade bei den jüngsten Judoka geht es oft darum, erste Erfahrungen auf großen Turnieren zu sammeln und sich an die besondere Atmosphäre zu gewöhnen. Raik meisterte diese Aufgabe stark und durfte sich am Ende über die Bronzemedaille freuen.
Danach wurde es in der U13 deutlich anspruchsvoller. Thorik Meyer (-30 kg) und Jonathan Dodt (-33 kg) mussten sich jeweils in starken Gruppen im Doppel-K.o.-System behaupten. Thorik startete erstmals in seiner neuen Gewichtsklasse und merkte schnell, dass dort andere körperliche Voraussetzungen herrschen. Nach zwei Niederlagen war das Turnier für ihn früh beendet – entsprechend unzufrieden verließ er die Matte, auch wenn solche Erfahrungen ein wichtiger Teil der sportlichen Entwicklung sind.
Einen starken Wettkampftag erwischte dagegen Jonathan Dodt. Seinen ersten Kampf gewann er souverän, ehe er in Runde zwei auf einen späteren Bronzemedaillengewinner traf und sich geschlagen geben musste. In der Trostrunde zeigte Jonathan dann eindrucksvoll seine Qualität und vor allem seine mentale Stärke. Mit sehenswertem Judo besiegte er nacheinander einen Niederländer sowie Kaderathleten aus Hamburg und Hannover und kämpfte sich damit bis kurz vor den Bronzekampf zurück. Erst dort wurde er vom späteren zweiten Bronzemedaillengewinner gestoppt. Platz sieben bei einem derart hochklassig besetzten Turnier gegen 29 Gegner war am Ende dennoch ein Ausrufezeichen.
Am späten Nachmittag ging noch Dušan Blagojevic in der U18 bis 81 Kilogramm auf die Matte. Auch wenn er sich trotz guter Ansätze und offensiver Aktionen in beiden Kämpfen nicht durchsetzen konnte, sammelte er wertvolle Erfahrung gegen starke Gegner.
Der zweite Wettkampftag begann mit der U15. Phillip Meister stand dabei zum allerersten Mal überhaupt auf einer Wettkampfmatte. In der Klasse bis 40 Kilogramm musste er zwar zwei Niederlagen hinnehmen, zeigte aber großen Einsatz und konnte wichtige Eindrücke für kommende Turniere mitnehmen.
Am Mittag folgten die Männer und Frauen – und dort konnten die Mindener noch einmal starke Ergebnisse feiern. Matthias Meyer (-100 kg) erreichte nach einem Sieg und zwei Niederlagen den siebten Platz. Besonders stark präsentierte sich Nikita Abermet in der Klasse bis 81 Kilogramm mit 32 Teilnehmern. Mit mehreren überzeugenden Kämpfen marschierte er bis ins Halbfinale, wo er sich nur knapp geschlagen geben musste. Auch der anschließende Kampf um Bronze ging denkbar knapp verloren. Die Enttäuschung über Platz fünf war entsprechend groß, gleichzeitig bestätigte der Auftritt aber seine starke Form auf hohem Niveau.
Für einen versöhnlichen Abschluss sorgten schließlich Martin Dodd und Sami Yusufi mit zwei Bronzemedaillen. Martin Dodd (+100 kg) kämpfte sich nach einer Niederlage in Runde zwei mit großem Willen souverän durch die Trostrunde und belohnte sich verdient mit Platz drei. Sami Yusufi (-60 kg) zeigte ebenfalls einen starken Wettkampf, erreichte das Halbfinale und musste sich dort nur dem späteren Turniersieger geschlagen geben. Im Kampf um Bronze ließ er anschließend nichts mehr anbrennen und sicherte dem SV 1860 Minden die zweite Medaille des Tages.